Bekanntgabe der Preisträger 2009

14. Dezember 2011

Die Gewinner stehen fest!

In der Eröffnungsfeier am Sonntag, den 20. September 2009 wurden die drei Preisträger des Frechener Keramikpreises 2009 im KERAMION bekannt gegeben: Yvonne Brückner aus Halle, Hwa Yoon Lee aus Höhr-Grenzhausen und Johannes Nagel aus Halle.

Diese drei Nachwuchskünstler konnten sich in dem Nachwuchsförder-Wettbewerb gegen weitere 12 Mitbewerber durchsetzen. Sie überzeugten die Fachjury durch qualitätvolle und konsequent umgesetzte Arbeiten.

Yvonne Brückner beschäftigt sich mit dem Theatergeschehen: Bühnen, Kulissen und Zuschauer sind ihr dargestelltes Thema. Dieses wird nicht nur plastisch in Ton inszeniert, sondern die Künstlerin erweitert filmisch die konzentrierte Einraumsituation des Theaters.

Die geometrischen Körper von Hwa Yoon Lee sind geprägt von einem besonderen Interesse an der keramischen Materialität. Die Bezeichnung Punkt, Linie, Raum geben das Ziel ihrer künstlerischen Auseinandersetzung vor: die Entwicklung von Körperlichkeit im Raum unter Berücksichtigung eines ausgewogenen Wechselspiels zwischen Innen- und Außenräumen.

Johannes Nagel setzt sich mit dem Gefäßthema auseinander. In verschiedensten Techniken lotet er den Archetyp Vase systematisch, aber dennoch improvisierend und jenseits handwerklicher Regeln aus und schafft Gefäße von höchster Intensität.

Die Höhe des Preisgeldes beträgt für alle drei Auszeichnungen jeweils 1.500 €.

Der Jury gehörten neben den fünf Vorschlagberechtigten Gabriele Beßler (Kunsthistorikerin), Gabi Dewald (Fachjournalistin),  Doris Kaiser (Keramikerin), Martin Möhwald (Keramiker) und Renate Wunderle (Galeristin) auch der Keramiker Michael Cleff und die Sammlerin Hannelore Seiffert an.

Das Spektrum der gezeigten Arbeiten von den 15 ausgewählten Wettbewerbsteilnehmern ist weit gefächert. Dennoch lassen sich inhaltlich zwei Hauptthemen ausmachen: Fünf verschiedene Gefäßpositionen zeigen, dass das Gefäßthema noch längst nicht überholt ist. Zum anderen fällt die Tendenz zu erzählerisch-figurativen plastischen Arbeiten auf, die intensiv auf die Gefühlswelt der Betrachter abzielen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. November 2009 zu sehen.
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